El Paso, Tx

Wo die USA spanisch sprechen

29.07. - 01.08.2005


Mit El Paso kratzten wir den siebenten und letzten Bundesstaat auf unserer USA Tour an. Aber eigentlich zog es uns mehr zu einem Besuch in die Schwesterstadt. Nach Juarez in Mexico.

Zum erstenmal zogen wir mit unserem Trailer nicht auf einen RV Park / Campground. Durch Zufall fuhren wir an einem Mobile Home Park vorbei, der auch fuer RV's Stellplaetze zur Verfuegung stellt. Also "wohnten" wir mitten drin in einer, von mexicanern bewohnten "Wagenburg".

Am naechsten Morgen ging es zu Fuss ueber den Rio Grande rueber ins mexicanische. Der Markt war unser erstes Ziel.



Bunt und laut

Aus allen Ecken gaben die Lautsprecherboxen her was sie nur konnten. Meist von Raubkopien gespeist, wurden die Verstaerker auf den Marktstaenden von den Haendlern bis zum Anschlag aufgedreht.

Am fruehen Vormittag war das Treiben noch vertraeglich. Doch ab Mittag zerrte das Getuemmel schon ganz schoen an den Nerven.

Also Flucht nach vorne und rein in die Kathedrale von Juarez !

Zwar war auch hier das Gewirr der Musik zu hoeren......aber es war ertraeglicher.Was wir uns immer wieder bei der Durchquerung der Strassen  fragten, war: "Nach welchem System verkehren hier eigentlich die oeffentlichen Busse "?
Was aber noch schlimmer ist, wie koennen die  denn noch fahren ?


Einer von den besseren....


Nach aufregenden, aufschlussreichen und erlebnisreichen  zweieinhalb Stunden machten wir, dass wir wieder ueber die Bruecke des Rio Grand "rueber" kamen.


Grenzlinie auf der Bruecke




Aber auch in El Paso hat man das Gefuehl immer noch in Mexico zu sein.  Allerorts wird spanisch gesprochen.  Der naechste Tag war der Erkundung El Pasos vorbehalten.Da glaubten wir  doch tatsaechlich, mal einfach so zum grossen Kreuz des Mount Christo Rey hochgehen zu koennen.
Da oben waren wir nicht
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Auf halber Strecke endet die Schotterstrasse und ein Schlagbaum versperrt die Weiterfahrt. Also stehengeblieben und ausgestiegen.
Da kam auch schon ein netter Herr mit grossem Hut auf uns zu. Na, wollt ihr nach oben ? Na klar wollen wir das.
Mich wundert es, dass er uns erzaehlt, das zwei Familien unterwegs seien auf der 1,5 Stunden Tour hoch zum Kreuz.
Das gaebe uns eigentlich die Moeglichkeit zu folgen und auch hoch zu gehen. Ich meinte dann, dass es doch zu heiss ist und wir am naechsten Tag (Montag) gleich frueh morgens den Aufstieg machen wuerden.Er schaute mich pruefend an. "Ja, wenn ihr ein Gewehr bei habt, dann koennt ihr es ja morgen frueh wagen. Oder aber, ihr muesst in einer Gruppe gehen, deren Leute ihr kennt" war seine knappe Antwort.
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Erst da fiel mir auf, dass der gute Mann (Zivilist) einen Revolver umgeschnallt hatte und wir spuerten, dass da oben wohl ein ziemlich heisses Pflaster sein muss. Das wurde uns dann auch bestaetigt. Auf dem Weg und auch oben am Kreuz werden regelmaessig Wanderer ueberfallen und ausgeraubt. Die Uebeltaeter fluechten dann auf  nimmer Wiesersehen rueber nach Mexico.
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Der Grenzverlauf zu Mexico  ist unmittelbar am Fuss des Berges.Unsere Entscheidung war schnell gefasst: Wir verzichteten auf das Abenteur "Besteigung des Mount Christo Rey".Dafuer fuhren wir zur Mission Ysleta. Die Mission liegt in dem kleinen Indianer Reservat der Tigua Indianer im Lower El Paso.
Hier trafen wir einen aus Daenemark stammenden Moench der sich ueber einen Besuch von deutschen Touristen  freute. So konnten wir noch einiges ueber die Mission und deren Umfeld und Aufgaben erfahren.
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Ach ja, dann hatten wir da noch unseren taeglichen Wecker. Es waren afrikanische Huehner, die sich ausgerechnet den  Baum an unserem Trailer ausgesucht hatten, um ihren Morgengesang abzuhalten.
Huehner am Morgen.....

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